Eine Dienstleistung von ProductConcept
E-Mail
Passwort

Nanomaterialien: Impulsgeber für die Automobilindustrie

Die Mobilität von Personen und Gütern ist ein zentraler Faktor zur Erhaltung und zur Förderung der Wirtschaftskraft in Hochtechnologieländern. Mit maßgeschneiderten Materialentwicklungen realisiert die Nanotechnologie definierte Eigenschaftsprofile für Applikationen im Automotivebereich und stellt marktfähige Lösungen zur Verfügung, die entscheidende Antworten auf die aktuellen Zukunftsfragen der Automobilindustrie geben können. Gerade im Kontext brennender Themenfelder wie beispielsweise Ressourcenschonung, Materialeinsparung und Bauteilsicherheit entspringen den Entwicklungsabteilungen von Instituten und Unternehmen Technologie-Impulse, die helfen, die mobile Zukunft sicherzustellen.

Materialeinsparung – Innovativer Bandstahl

Bandstahl hat im Automobilbau eine große Bedeutung als funktionstragendes Halbzeug - Kontaktierungen, Beleuchtungskomponenten oder Zierleisten sind hier nur einige wichtige Beispiele. Das Unternehmen SANDVIK Materials Technology bietet nun mit der Werkstoffentwicklung Decorex™ ein innovatives Produkt an, das insbesondere im Bereich der Umformtechnik mit überzeugenden Eigenschaften punkten kann. Decorex™ trägt auf der Oberfläche eine über ein umweltfreundliches Verfahren hergestellte Funktionsschicht auf der Basis nanoskaliger Oxide, die es ermöglicht, Stanzverfahren ohne Schmierstoffe durchzuführen. Zudem wird der Werkzeugverschleiß dabei um bis zu 30 % reduziert, neben deutlichen Kosteneinsparungen auf der Werkzeugseite bietet dieses Eigenschaftsprofil signifikante Vorteile hinsichtlich erreichbarer Toleranzen, Ausschuss und Oberflächengüte der gefertigten Bauteile. Übrigens, alle Oberflächenausführungen nehmen keine Fingerabdrücke auf, sind kratzfest und halten Prüfungen mit der härtesten Bleistifthärte stand.

Sicherheit – Originale Bauteile & Komponenten

Hologramme kennt jeder, diese auffällig bunt schillernden Interferenzbilder schützen mittlerweile nicht nur Banknoten, Kreditkarten und Dokumente vor Fälschungen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie ICT in Pfinztal haben nun mit dem „Sprengprägen“ eine neuartige Methode entwickelt, um holografische Strukturen in Stahl erzeugen zu können. Dabei wird eine sehr hohe Auflösung von Merkmalen realisiert, die bis in den zweistelligen Nanometerbereich hinab reicht. Fast jede Struktur lässt sich mit Hilfe dieser Technologie schnell und detailgenau auf Metall bannen, ob Holz, Leder, Textil oder Sand. Gemeinsam mit Industriepartnern arbeiten die Wissenschaftler nun daran, Präge- oder Spritzgießwerkzeug mit holografischen Strukturen herzustellen, die als „Stempel“ für Hologramme wirken, die auf Kunststoffteilen aufgebracht werden sollen.

Diese beiden Beispiele demonstrieren das Spektrum der Leistungsfähigkeit von Nanomaterialien im automobilen Sektor. Verfolgen Sie dieses faszinierende Thema – insbesondere unter den Aspekten Transfer und Substitution in Ihre Arbeitsgebiete - es könnte sich lohnen!

Auf ProductConcept veröffentlicht am 11.11.2008 von Dr. Christoph Konetschny

Fachredakteure

Birgit Spielvogel ist ausgebildete Textildesignerin und seit über 14 Jahren in der Textilbranche tätig. Ihre Kompetenz liegt im Bereich der Produktentwicklung, in unterschiedlichsten Textiltechnologien und –anwendungen... mehr lesen

Materialität und Oberfläche

Dr. Christoph Konetschny steht für aktuelles Wissen, kompetente Information und zielgruppendefinierte Kommunikation in der Welt der Werkstoffe und der Materialanwendungen. Maßgeschneiderte Werkstofflösungen, moderne Produktionsprozesse... mehr lesen

Materialität und Raum

Birgit Hansen bietet seit 2002 Materialberatung und Produktrecherche für den Innenraum als individuelle Dienstleistung für Architekten und Planer an. Der Markt der Materialien und Produkte für den Innenraum ist ihre... mehr lesen
Diese Webseite ist optimiert für Firefox 3.5 - Download kostenlos