Eine Dienstleistung von ProductConcept
E-Mail
Passwort

Farbe weist die Digitalisierung in ihre Schranken

In einer Zeit, die geprägt ist von Datenbanken und dem Bestreben, alles digital zu erfassen, gewinnt eine Sache langsam, aber sicher immer mehr an Bedeutung: Farbe. Vielleicht gerade deshalb, weil Farbe sich nur bedingt digitalisieren lässt. Darin liegt unter anderem auch die Faszination, die von Farben ausgeht. Bereits vor Jahren prognostizierte Prof. Dr. Dr. Harald Brost (1941 - 2004) "Farbe wird die wichtigste Erfahrung des Menschen in diesem Jahrhundert sein".
Farbe weist die Digitalisierung in ihre Schranken
Farbe begegnet uns auf allen Materialien und in Form von Licht. Farbe mit Worten zu beschreiben ist die ungenaueste Form der Farbdefinition, aber dennoch sehr verbreitet. In allen Farbwörtern schwingt immer auch eine Emotion mit, sei es wegen der bildhaften Umschreibung oder auch nur auf Grund gelernter Erfahrung. Die Grundbegriffe Blau, Gelb, Grün und Rot lassen sich nicht beschreiben, ihre Bedeutung ist jedem seit früher Kindheit vertraut. Und dennoch ist eine Kommunikation über Farben mit Worten nur sehr eingeschränkt möglich, da die Assoziation individuell und nicht übertragbar ist.
Der Gedanke liegt nahe, Farben digital zu erfassen. Das wird in vielen Bereichen bereits praktiziert: im Internet werden Farben mit HEX-Werten definiert, im Druckbereich mit CMYK-Werten, auf Monitoren mit RGB-Werten und in der Industrie mittels Lab-Werten, die spektralphotometrisch erfasst werden. Doch alle diese Wege, Farben zu definieren, ermöglichen keine exakte Reproduktion an anderer Stelle und eine annähernde auch nur dann, wenn alle Parameter mit der Ausgangssituation übereinstimmen. Um einen bestimmten Farbton festzuhalten, ist es notwendig, ein Farbmuster anzufertigen.
Wegen ihrer Praktikabilität sind Farbfächer sehr verbreitet, die ganze Farbkollektionen auf kleinem Raum beinhalten. Der Verbraucher sucht sich damit die Farben aus, die für sein Projekt in Frage kommen und gibt die Farbbezeichnung an den Lieferanten, der diese wiederum an den Hersteller weiterleitet.
Für diese Kommunikationskette sind Farbfächer optimal. Wenn es allerdings darum geht, gleich bleibende Qualität zu liefern und Farbschwankungen zu vermeiden, ist der Hersteller auf hochpräzise Farbmuster angewiesen. Die höchsten Anforderungen an Farbmuster werden in der Automobilindustrie gestellt. Hier hat sich die Firma Thierry GmbH in Stuttgart schon vor Jahren darauf spezialisiert, besonders präzise Farbmuster zu produzieren. Die Präzision bezieht sich dabei sowohl auf die Übereinstimmung mit dem Originalmaterial als auch auf die Reproduktion der Farbmuster selbst. Das jüngste Projekt ist die Herstellung von Präzisionsfarbkarten in den seit vielen Jahrzehnten weltweit eingesetzten klassischen RAL-Farben.
Auf der Messe "Farbe – Ausbau & Fassade" in München kann sich jeder Interessierte in Halle B5 am Stand 106 einen Überblick verschaffen und sich über alle angesprochenen Farbvorlagen informieren. Neben den Thierry Präzisionsfarbkarten werden RAL-Farbkarten und –fächer, Farbsysteme von NCS und Munsell, diverse internationale Farbstandards und die ebenfalls in vielen Bereichen eingesetzten Pantone-Farben gezeigt.
Es wird auch in Zukunft weiterhin erforderlich sein, bei Farbentscheidungen auf Farbmuster zurückzugreifen. Wer es ganz genau nimmt, greift dabei auf Präzisionsfarbkarten zurück. Mehr unter www.präzisionsfarbkarten.de.
Weitere Informationen zu diesem Beitrag
PDF-Download
PM_201002_Farbkarten (88,5 kB)
PDF-Download
Präzisionsfarbkarten nach RAL (209,3 kB)
© BusiLess - Sylvia Goergen
Auf ProductConcept veröffentlicht am 16.02.2010 von Sylvia Goergen BusiLess - Sylvia Goergen

Bereitgestellt durch

 
BusiLess - Sylvia Goergen
Farbkarten, Farbfächer, Farbsysteme & mehr
Sylvia Goergen

Weitere Beiträge von
BusiLess - Sylvia Goergen

Diese Webseite ist optimiert für Firefox 3.5 - Download kostenlos